Beinahe die gesamte letzte Woche stand im Zeichen der Hausanschlüsse und auch diese Woche ist das Thema noch nicht vom Tisch. Man könnte meinen, wir hätten das erste Haus auf der Welt, das gerne an Strom-, Wasser- und Telefonnetz angeschlossen werden möchte!
Dabei sah die Sache für uns Laien doch so einfach aus: Die Firma Nakonz hatte uns zusammen mit der Bodenplatte drei Leerrohre für Wasser, Strom und Telefon gelegt. Dafür (und für das Erstellen der Bodenplatte) hat man auch einen (wie wir finden) hohen Betrag verlangt und bekommen.
Am Dienstag sollten dann also alle drei Anschlüsse gelegt werden. Am Dienstagnachmittag konnten wir uns dann schon einmal über den Wasseranschluss freuen. Vom Strom weit und breit keine Spur und auch der Anschluss von UnityMedia konnte nicht gelegt werden, da das Leerrohr fehlen würde. Glücklicherweise konnte das Leerrohr dann doch noch gefunden werden (es lag sichtbar direkt neben dem anderen Leerrohr!) und man versprach uns den Anschluss für den nächsten Tag.
Nach dem Versuch, das Telefonkabel in unsere Heizung zu integrieren (???) konnte UnityMedia dann doch noch den Anschluss legen. Damit blieb am Donnerstag nur noch ein Leerrohr übrig für den Stromanschluss. Dieser kam dann aber doch erst am Freitag (als Bauherr lernt man ja dazu: man sollte wohl dankbar sein, überhaupt einen Anschluss zu bekommen und sich nicht über die Nichteinhaltung von Terminen ärgern…) . Ein Besuch auf der Baustelle am Freitag Nachmittag brachte dann folgendes Ergebnis:
1. Wieder kein Estrich weit und breit, dafür aber ein Kieshaufen im Vorgarten. Immerhin!
2. Ein Stromanschluss! Leider in einem Leerrohr mit dem UnityMedia-Anschluss.
3. Einen kleinen Wutanfall über den Strom-Menschen im Besonderen und Handwerker im Allgemeinen
Damit mussten wir uns dann abfinden, denn freitags um kurz vor vier ist niemand mehr erreichbar, einigermaßen verzweifelt versuchten wir dann beim Bauleiter bzw. dessen Koordinatorin anzurufen – leider auch erfolglos.
Unser Lichtblick war Frau Bott, auch etwas irritiert über den Kabelwust im Leerrohr, versprach sie uns sich gleich am Montag darum zu kümmern. Und soweit sind wir jetzt:
Der UnityMedia-Mensch konnte sein Kabel nicht in das eine Leerrohr stecken, da dieses seiner Aussage nach verstopft ist. Gemäß dem Motto “Nach mir die Sintflut” kam er auch nicht auf die Idee, uns über das verstopfte Rohr aufzuklären. Der Strom-Mensch stellte dann am Freitag wohl fest, dass “sein” Leerrohr bereits vom UnityMedia-Anschluss belegt wird und nach Rücksprache mit seinem Chef wurde das Stromkabel einfach dazu gelegt.
Heute, nach etlichen Anrufen, sind wir dann immerhin so weit, dass die Firma Nakonz das dritte (verstopfte) Leerrohr prüft. Sollte es nicht mehr brauchbar sein, soll das UnityMedia-Kabel zusätzlich ummantelt werden und evtl. zusammen mit dem Wasseranschluss ins Haus gelegt werden. Fortsetzung folgt…
Achso, etwas Positives können wir aber auch berichten: Der Estrich ist endlich drin! Freitag um kurz vor vier war noch nichts passiert und als wir am Samstag um drei zur Baustelle kamen, war der Estrich schon im gesamten Haus verteilt worden. Jetzt soll das Ganze eine Woche trocknen mit geschlossenen Fenstern, danach wird die Heizung angeworfen und das Estrich-Trockenprogramm startet. Hoffen wir mal, dass wir den Verantwortlichen bis dahin gefunden haben, mich würde schon interessieren was wir während der Trockenphase beachten müssen.
Außerdem soll heute der Zählerschrank geliefert und eingebaut werden. Ich glaube nicht daran. Wahrscheinlich können wir wieder froh sein, überhaupt irgendwann einen Zählerschrank zu bekommen und wir sollten uns gar nicht erst über die Nichteinhaltung von Terminen ärgern